Sonntag, 29. Juli - Samstag, 11. August in London


30. Olympische Spiele


Samstag, 11. August 2012 - 20:00

Deutschland - Niederlande   2 : 1   (1:0)


Olympia-Finale: Deutsche Herren gewinnen zum vierten Mal olympisches Gold!

London, Samstag, 11. August: Deutschland – Niederlande 2:1 (1:0)

11.08.2012 - Die deutschen Hockeyherren haben sich den olympischen Traum erfüllt! Im Finale der Spiele von London besiegte die Mannschaft von Bundetrainer Markus Weise die Niederlande mit 2:1 (1:0). Matchwinner war neben Torhüter Max Weinhold, der wieder sensationelle Paraden zeigte, der Mülheimer Jan-Philipp Rabente, der das DHB-Team in der 33. Minute in Führung gebracht hatte und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Strafeckenspezialist Mink van der Weerden war es erneut Rabente, der vier Minuten vor Schluss am rechten Pfosten zum 2:1 einblockte. Alles weitere war dann Jubel!

 

Bundestrainer Markus Weise: „Das war ein grandioses Kampfspiel meiner Mannschaft. Wir haben die Holländer nicht so zur Entfaltung kommen lassen wie die anderen Teams vor uns. Natürlich gab es auch kritische Phasen, zum Beispiel als wir den Ausgleich kassiert haben, aber die Jungs haben danach sofort wieder nach vorn gearbeitet und sich belohnt! Dass es im Finale Jan-Philipp Rabente war, der da mit zwei Toren das Spiel für uns entscheidet, ist kein Zufall. Es war die klare Forderung, dass sich alle Spieler mit vollem Einsatz einbringen. Und das hat Rabbi doch super gemacht!“

Darauf angesprochen, wie es in ihm drin ausähe, direkt nach dem Match, sagte Weise: „Da drinnen hat es noch nie so gut ausgesehen!“

 

Die Anfangsminuten gehörten den Deutschen mit guten Aktionen im Aufbau. Bis dann in der 4. Minute Holland das erste Mal seine Gefährlichkeit im Konter aufblitzen ließ. Kurz darauf musste Weinhold erstmals eingreifen bei einem Rückhandschuss von halblinks. Auf der anderen Seite mehr Aktionen der Deutschen, die aber erst in der 7. Minute erstmals auch gefährlich wurden, als Wesley über die rechte Grundlinie durch war, aber keinen Abnehmer fand.

Die Deutschen spielten „holländisch“ auf Konter, zogen sich zurück, so dass die Niederländer in den Spielaufbau investieren mussten, was dem Team von Paul van Ass sichtlich nicht schmeckte. Deutschland hatte mehr Offensivaktionen, aber bis auf zwei Pass-Vorbeiläufer vor dem Tor von Jaap Stockmann ohne wirklich große Gefahr. Auf der anderen Seite bissen sich die Holländer immer wieder an der deutschen Abwehr die Zähne aus. Und wenn dann doch mal einer durchkam, dann rettete Weinhold (24.). Vorn hatte Fuchs eine Großchance, als er über links drei Holländer aussteigen ließ, aber dann argentinisch leicht verzog.

Danach hatten die Holländer ihre beste Phase der ersten Hälfte. Erst rettete Weinhold ganz stark aus kurzer Distanz. Dann hollte Holland die erste Ecke. Die lief Philipp Zeller stark ab. Dann holte sich Stralkowski eine Grüne Karte ab, musste zwei Minuten auf die Strafbank. Doch in Unterzahl waren die Deutschen besser, hatten gute Aktionen im Kreis. Der nächste Angriff der Holländer wurde stark abgewehrt. Und dann erwischte Jan-Philipp Rabente einen Geniestreich. Er zog von rechts in den Kreis, ließ mehrere Gegner stehen und überwand auch noch Keeper Stockmann mit einem cleveren Schlenzer!

Es gab noch eine kritische Situation zu überstehen, als Bob de Voogd links durch war und erst kurz vor Tor noch gestoppt werden konnte (35.), doch dann stand das 1:0 zur Pause! Eine absolut ausgeglichene erste Halbzeit mit spielerischen Vorteilen für das DHB-Team und den etwas besseren Chancen für die Holländer, die in Max Weinhold einen schier unüberwindbaren Gegner fanden. Die Deutschen begannen wieder mit Halbfelddeckung, warteten auf ihre Konterchancen. Und die kamen.

Riesen Chance in der 38. Minute, als Stockmann alles einbringen musste, um vor zwei Deutschen zu klären. Dann verpasste Stralkowski am langen Pfosten eine starke Flanke von Philipp Zeller (41.). Die Holländer versuchten verzweifelt, durch die deutsche Abwehr zu kommen, aber die stand exzellent. Und immer wieder konterten die DHB-Auswahl über Fuchs und Wesley. Stockmann mit Riesentat gegen Wesley, der frei durch war (46.). Urplötzlich traf Wesley von halblinks nur den rechten Pfosten. Ganz viel Pech (47.)!

Holland musste natürlich jetzt stärker pressen, hatte aber immer Probleme, Lücken zu finden. Es brannte aber jetzt häufiger, weil man den Ball nicht wegbekam. In der 52. Minute eine Ecke für Holland. Die erste wurde abgelaufen, aber die Wiederholungsecke versenkte Mink van der Weerden zum 1:1. Im Gegenzug holten die überhaupt nicht beeindruckten Deutschen ihre erste Ecke – leider war Christopher Zeller gerade nicht auf dem Platz. Martin Häners Schlenzer war zu mittig und damit leichte Beute für Stockmann.

Im Eckenkonter holte sich Wesley die Grüne Karte. Doch in Unterzahl machten es die Deutschen gut, blieben fast die ganze Zeit im Ballbesitz und überstanden die zwei Minuten unbeschadet. Dann wieder starke Phase der Deutschen. Stockmann musste zweimal in höchster Not gegen Stralkowski und Zeller retten. Schließlich die zweite Ecke für Deutschland (63.). Und die dritte gleich hinterher. Aber die wurde per Videobeweis als gefährlich rausgepfiffen.

Und dann war es erneut Rabente, der die Deutschen in Führung brachte. In einer ganz kuriosen Situation. Er scheiterte erst nach Solo über links, lief hinter dem Tor rum – hatte hier vielleicht genau die Sekunde im Vorausdenken, die Weise immer fordert, parat, und war genau an der richtigen Stelle, um am rechten Pfosten eine Flanke von Hauke ins Tor zu blocken. Die Holländer rannten dann zwar an, aber ohne wirklich zu Chancen zu kommen.

Im Gegenteil, im Konter hatten die Deutschen die besseren Gelegenheiten. Timo Wess wurde zwei Minuten vor Ende von einer harten Flanke am Fuß getroffen, musste raus. Aber das Team brachte die Führung sicher über die Zeit. Gold hatten sie gewonnen!

 

Tore:

1:0 Jan-Philipp Rabente (33.)

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1:1 Mink van der Weerden (KE, 54.)

2:1 Jan- Philipp Rabente (66.)

 

Strafecken:

GER 3 (keine Tore) / NED 2 (1 Tor)

 

Grüne Karten:

GER 2 / NED -

 

Schiedsrichter:

David Gentles (AUS) / Ged Curran (GBR)

 
15. Dezember 2018
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Montag, 30.07.2012
KOR - NZL   2:0 (2:0)
AUS - RSA   6:0 (2:0)
ESP - PAK   1:1 (0:0)
NED - IND   3:2 (2:0)
GBR - ARG   4:1 (1:0)
» GER - BEL   2:1 (1:1)
Mittwoch, 01.08.2012
ESP - AUS   0:5 (0:3)
BEL - NED   1:3 (0:0)
NZL - IND   3:1 (3:1)
10 RSA - GBR   2:2 (0:1)
11 PAK - ARG   2:0 (1:0)
12 » KOR - GER   0:1 (0:1)
Freitag, 03.08.2012
13 AUS - ARG   2:2 (2:0)
14 NED - NZL   5:1 (3:1)
15 » GER - IND   5:2 (4:1)
16 GBR - PAK   4:1 (2:0)
17 RSA - ESP   2:3 (1:1)
18 BEL - KOR   2:1 (0:0)
Sonntag, 05.08.2012
19 NZL - BEL   1:1 (0:0)
20 PAK - RSA   5:4 (3:3)
21 IND - KOR   1:4 (1:1)
22 » NED - GER   3:1 (1:1)
23 GBR - AUS   3:3 (0:2)
24 ARG - ESP   1:3 (0:0)
Dienstag, 07.08.2012
25 KOR - NED   2:4 (0:2)
26 AUS - PAK   7:0 (4:0)
27 ARG - RSA   6:3 (2:2)
28 IND - BEL   0:3 (0:1)
29 ESP - GBR   1:1 (0:1)
30 » GER - NZL   5:5 (2:4)
Donnerstag, 09.08.2012
31 ARG - NZL   1:3 (0:3)
32 PAK - KOR   3:2 (1:2)
33 » AUS - GER   2:4 (1:1)
34 NED - GBR   9:2 (4:1)
Samstag, 11.08.2012
35 RSA - IND   3:2 (2:1)
36 ESP - BEL   2:5 (1:4)
37 AUS - GBR   3:1 (1:1)
38 » GER - NED   2:1 (1:0)
 

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